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Starkes Zeichen für Kinderschutz im Sport: Erfolgreicher Workshop in Graz

Starkes Zeichen für Kinderschutz im Sport: Erfolgreicher Workshop in Graz

von Petra Höllhuemer und Milica Obrenovic

Mit mehr als 50 Teilnehmer:innen starteten die ASKÖ Steiermark und der ATSE Graz am 22. Jänner 2026 ihren ersten gemeinsamen Workshop zum Thema „Kinderschutz und ein respektvoller Umgang im Sport“. Veranstaltungsort war der Merkur Campus in Graz.

Die Veranstaltung richtete sich gezielt an Trainer:innen, Funktionär:innen sowie Vereinsverantwortliche von Mehrspartenvereinen, die ihre Kompetenzen im Bereich Prävention und Schutzkonzepte stärken möchten. Klar wurde dabei: Ein fundiertes (Kinder-)Schutzkonzept im Vereinsportfolio wird künftig unerlässlich sein – nicht zuletzt auch im Hinblick auf Fördergeber und institutionelle Anforderungen.

Praxisnahe Impulse von Dr. Rainer Loidl

Durch den Workshop führte Dr. Rainer Loidl, Professor an der FH Joanneum Graz und Gewaltschutzexperte. Mit zahlreichen praxisnahen Beispielen sensibilisierte er die Teilnehmer:innen für Grenzverletzungen unterschiedlichster Art – von subtilen Übergriffen bis hin zu strafrechtlich relevanten Handlungen, auch im sexuellen Bereich (mit oder ohne Körperkontakt).
Besonders betont wurde, dass ein (Kinder-)Schutzkonzept kein bloßes Schriftstück sein darf. Es soll im Vereinsalltag gelebt werden – mit klaren, umsetzbaren Empfehlungen und transparenten Abläufen.

Im Mittelpunkt steht immer die Sicherheit aller Beteiligten:

  • Kinder und Jugendliche
  • Athlet:innen
  • Trainer:innen
  • Funktionär:innen
  • Erziehungsberechtigte
  • Vereinsführungen

Prävention bedeutet dabei, auf mehreren Ebenen anzusetzen:

  • klare Regeln im Verein
  • Implementierung von Vertrauenspersonen (idealerweise eine weibliche und eine männliche Ansprechperson)
  • transparente Strukturen
  • Wissen darüber, an wen man sich im Anlassfall wenden kann

Klare Linien schaffen Sicherheit

Niklas D., Vertreter eines Fußballvereins, nahm wertvolle Impulse mit und betonte:
„Wichtig war für mich, dass es oft unterschiedliche Sichtweisen gibt und daher klare Linien im Verein notwendig sind.“Besonders nachdenklich stimmten ihn die präsentierten Statistiken zur Häufigkeit von Gewalt an Kindern und Jugendlichen:
„Diese Zahlen zeigen deutlich, dass Handlungsbedarf besteht!“

Gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen

Dr. Thomas Zacharias, Vizepräsident der ASKÖ Steiermark und Obmann des ATSE Graz, unterstrich die Bedeutung des Themas:

„Der ASKÖ und dem ATSE Graz ist es ein Gebot der Stunde, sich mit dem Kinderschutz und all seinen vielfältigen Aspekten zu beschäftigen – es ist eine gesellschaftliche Pflicht, das Wohlergehen ALLER im Sport zu gewährleisten. Der ATSE Graz möchte in diesem wichtigen Thema federführend in der ASKÖ Steiermark vorangehen!“

Der Tenor der Veranstaltung war eindeutig:
Setzen wir GEMEINSAM ein starkes Zeichen für Verantwortung, Respekt und Sicherheit im Sport!

Nächste Termine – Online-Fortbildungen

"Von Hypersensibilisierung zu Handlungssicherheit“

Vertiefungsmodul: Einschätzen von Körperkontakt und Grenzverletzungen im Kinder- und Jugendsport
Datum: 21.04.2026
Uhrzeit: 16:00–18:00
Ort: Online
Referent: Dr. Rainer Loidl
Anmeldung:
https://events.askoe.at/ifver/html/addons/SportBizIfVer/default.html?Q=BO0027

„Kinderschutz und ein respektvoller Umgang im Sport“

Basismodul: Grundlagen des Kinderschutzes im Verein, Erkennen und Vermeiden von Grenzverletzungen, Präventionsmaßnahmen und Handlungsmöglichkeiten
Datum: 28.04.2026
Uhrzeit: 17:00–19:00
Ort: Online
Referentin: Mag. Petra Höllhuemer
HIER geht´s zur Anmeldung

Bei Interesse bitten wir um rechtzeitige Anmeldung.

Gemeinsam stärken wir eine Kultur des Respekts, der Achtsamkeit und der Verantwortung im steirischen Sport.


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